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14.04.2020 Die infra informiert: Was Hausbesitzer jetzt für die Trinkwasserqualität tun müssen

In Fürth liefert die infra auch in Zeiten der Corona-Krise selbstverständlich rund um die Uhr Trinkwasser in der gewohnt hervorragenden Qualität.

Doch im Zuge der Krise werden viele Gebäude des öffentlichen Lebens, wie zum Beispiel Hotels, Gast- oder Kindertagesstätten, nicht genutzt. Deshalb raten die Experten dringend dazu, die Wasserleitungen mindestens einmal wöchentlich aufzudrehen, damit es später nicht zu Problemen kommt. Denn gerade in Bertrieben und Einrichtungen, in denen auf Grund der momentanen Situation wenig bis kein Verbrauch von Trinkwasser stattfindet, kann die Trinkwasserhygiene durch Stagnation in den Rohrleitungen beeinträchtigt werden.

Der Hausbesitzer oder -betreiber einer häuslichen Trinkwasserversorgungsanlage trägt die Verantwortung für die Trinkwasserqualität. Er muss gemäß Trinkwasserverordnung sicherstellen, dass der Austausch des Trinkwassers in den Rohrleitungen nach spätestens sieben Tagen gewährleistet ist. In Warmwasserspeichern ist eine dauerhafte Wassertemperatur von mindestens 60 Grad Celsius vorzuhalten. Die infra empfiehlt das regelmäßige Spülen aller Zapfstellen zu dokumentieren, um diese bei Bedarf vorlegen zu können. Eventuelle Fragen beantwortet die infra gerne telefonisch unter 0911 9704-4455.

19.03.2020 Die infra informiert: Möglichkeiten des Fahrscheinerwerbs

Um die Ansteckungsgefahr für Fahrgäste und Personal zu verringern und gleichzeitig die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen, setzt die infra – wie schon berichtet - vorübergehend den Ticketverkauf durch das Fahrpersonal aus.

Die Fahrt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln ist trotzdem grundsätzlich weiterhin nur mit einem gültigen Ticket erlaubt. Deshalb wird darum gebeten, die Tickets vor Antritt der Fahrt zu erwerben. Alternativen zum Kauf im Bus sind einerseits die Fahrkartenautomaten und – soweit geöffnet - die 13 privaten Verkaufsstellen im Stadtgebiet Fürth. Hier besteht die Möglichkeit, sich einen Vorrat an Mehrfahrtenkarten zuzulegen. Auch digitale Vertriebswege können genutzt werden: Im VGN-Onlineshop (shop.vgn.de) gibt es Tickets direkt als Print- oder Handyticket, auch der Postversand ist möglich. Besonders einfach ist die Ticketkauffunktion in den Apps „VGN Fahrplan & Tickets“ oder „DB Navigator“.

Sollte keine der genannten Möglichkeiten vorhanden sein, können Tickets ausnahmsweise auch an der nächsten erreichbaren Haltestelle oder der Endhaltestelle mit Fahrscheinautomat gelöst werden.

16.03.2020 Coronavirus: infra schränkt ihren Kundenservice vor Ort ein.

Fürther Bäder und Kundencenter am Hauptbahnhof schließen bis auf Weiteres. Telefonische Kundenberatung nutzen.

Zur Eindämmung der Corona-Pandemie hat die Bayerische Staatsregierung heute weitergehende Maßnahmen vorgestellt. In diesem Zuge schränkt die infra ab morgen, 17. März 2020, auch ihren persönlichen Kundenservice in der Leyher Straße 69 stark ein. Das Kundenbüro im U-Bahn-Verteilergeschoss Fürth Hauptbahnhof bleibt ab morgen sogar komplett geschlossen.

Telefonisch ist die infra jedoch wie gewohnt erreichbar: Montag bis Freitag von 7:30 – 18 Uhr unter der Telefonnummer 0911 9704-4000 oder per E-Mail unter kundenservice(at)infra-fuerth.de. Persönliche Beratungstermine können in dringenden Fällen vorab telefonisch vereinbart werden. Auch bei Zahlungsversäumnissen oder -schwierigkeiten können individuelle Vereinbarungen, zum Beispiel über Ratenzahlungen in einem eigens dafür eingerichteten Verfahren getroffen werden.

Die Fürther Schwimmbäder (Hallenbäder Stadeln und Fürth und das Fürthermare) bleiben für mindestens 14 Tage geschlossen. Über die Webseiten der infra (www.infra-fuerth.de/corona) und des Fürthermare (www.fuerthermare.de) können sich Kunden über den jeweils aktuellen Stand informieren.

Die infra bittet darum, dass die notwendigen Tickets für den Stadtverkehr ausschließlich an den Ticketautomaten, im VGN-Onlineshop, den öffentlichen Verkaufsstellen - soweit noch geöffnet - oder in der VGN App erworben werden.

Weiterhin werden die Fürther Busse jede Nacht durch einen externen Dienstleister gereinigt, besonderes Augenmerk liegt dabei auf allen Kontaktpunkten wie Haltestangen oder Griffe. Seit Freitag, 13. März 2020, können die Fahrgäste in den Bussen im Stadtgebiet außerdem nur noch über die hinteren Türen zusteigen.

Der von der infra eingerichtete Krisenstab, kommt regelmäßig zusammen, um die aktuellen Entwicklungen zu besprechen und gegebenenfalls darauf zu reagieren.

Die genannten Maßnahmen werden zur Vorsorge getroffen: Einerseits, um einen Beitrag zur Reduzierung der Ausbreitungsgeschwindigkeit des Coronavirus SARS-CoV-2 zu leisten. Andererseits, um bei einer weiteren Ausbreitung der Pandemie in der Lage zu sein, die notwendigen Infrastrukturen bei der Energie- und Trinkwasserversorgung und im ÖPNV sicher aufrecht erhalten zu können.

04.03.2020 Mehr Trinkwasser für Fürth: Erster infra-eigener Trinkbrunnen in der Dr.-Konrad-Adenauer-Anlage

In der Innenstadt wird den Passanten in Zukunft frisches Trinkwasser kostenfrei zur Verfügung stehen.

Ein Schluck frisches Trinkwasser löscht den Durst und ist gesund. Wer zukünftig in der Fürther Innenstadt unterwegs ist, muss auf diese Erfrischung nicht mehr verzichten: Die infra stellte heute ihren ersten eigenen, öffentlich zugänglichen Trinkbrunnen vor. „Wir wollen mehr dafür tun, dass Trinkwasser als Lebensmittel wahrgenommen wird“, so infra-Geschäftsführer Marcus Steurer. Der prominente Standort in der Dr.-Konrad-Adenauer-Anlage ist dafür ideal. Gleichzeitig will die infra damit auch den Einwegverpackungen für Getränke entgegenwirken.

Gemeinsam mit dem Stadtplanungsamt hat man sich für robuste Stehlen in einem schlichten und modernen Edelstahl-Design entschieden – ohne bewegliche Bauteile. Das erfrischende Nass sprudelt nur auf Betätigung. Generell ist bei der Standortwahl wichtig, dass ein ausreichender Anschluss an das Trinkwassernetz der infra vorhanden ist, erklärt Steurer, denn, „so wird die Wasserqualität engmaschig überprüft und gewährleistet“.

Für Oberbürgermeister Dr. Thomas Jung tragen öffentliche Trinkbrunnen wesentlich zur Lebensqualität in der Stadt bei. „Hochwertiges Trinkwasser ist das Lebenselixier für jeden“. Er freut sich sehr über die neue, kostenfreie Gelegenheit für alle Passanten, Radler oder Spaziergänger, die unterwegs etwas trinken möchten. Das Angebot ermuntere dazu, mehr Wasser zu trinken, was gerade an heißen Tagen wichtig sei und der Gesundheitsvorsorge diene. Rund 6.000 Euro kostet ein solcher Trinkbrunnen nur in der Anschaffung. Hinzu kommen noch die Kosten für den Bau und Betrieb.

Im Laufe des Jahres 2020 sollen noch zwei weitere Modelle im Südstadtpark aufgestellt werden – als Ersatz für die dort vorhandenen defekten Modelle. Weitere Standorte für das Fürther Stadtgebiet sind derzeit in der Abstimmung. Die Brunnen werden während der Wintermonate außer Betrieb genommen, damit keine Frostschäden entstehen. Die infra übernimmt den vollständigen Betrieb.

03.03.2020 Neue E-Power für Fürth: infra nimmt zwei weitere E-Busse auf Fürther Linien in Betrieb

Die neuen Fahrzeuge werden auf den Fürther Linien 174, 175, 177 und 178 unterwegs sein.

Die infra erweitert ihren Fuhrpark um zwei neue Elektrobusse. Die Anschaffungskosten für die beiden „eCitaro“, so die Bezeichnung des Herstellers Mercedes Benz, lagen nach Angaben von infra-Chef Marcus Steurer zusammen bei fast 1,22 Millionen Euro und sind damit in etwa doppelt so hoch wie für Dieselbusse. 445.000 Euro wurden über das Förderprogramm des Bayerischen Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr beigesteuert. Im Detail unterstützt dieses den Mittelstand und kommunale Verkehrsunternehmen bei der Modernisierung ihres Fuhrparks und der Umstellung auf lokal emissionsfreie und emissionsarme Antriebe.

Die Busse verfügen über 29 Sitz- und 42 Stehplätze und werden hauptsächlich auf den Linien 174, 175, 177 und 178 in Fürth eingesetzt. Besonders die Bereiche rund um die Ludwigsbrücke, die Poppenreuther und Erlanger Straße sollen so emissionstechnisch entlastet werden, begründet Steurer die Einsatzorte: „So bringen wir den Klima- und Umweltschutz voran.“ Laut Herstellerangaben reicht eine Batterieladung für 150 Kilometer (km) pro Bus. Die beiden Busse fahren insgesamt momentan pro Tag drei Umläufe mit Längen von jeweils rund 60 bis 90 km.

Auf den Dächern der Busse sind sogenannte Pantographen verbaut. Das sind Stromabnehmer, über die die Busse geladen werden können. Geplant ist, solch eine Ladevorrichtung bis Ende 2022 in den Busbetriebshof der infra zu integrieren. Ein Ladevorgang dauert rund eineinhalb Stunden.

Damit sind dann insgesamt drei vollelektrisch betriebene Busse in Fürth im Einsatz. Gleichzeitig mustert die infra zwei Fahrzeuge aus dem Baujahr 2004 mit Abgasnorm Euro 3 aus. Der seit Anfang 2018 im infra-Fuhrpark befindliche erste E-Bus der Marke Solaris läuft nach Angaben von Steurer nach wie vor einwandfrei. „Wir beschaffen ständig neue Busse, denn Elektro- und Hybrid-Busse entlasten die Stadt erheblich von Lärm und Abgasen – ein wertvoller Beitrag zur Energiewende in Fürth. Weiterhin ist es uns wichtig, unseren Fahrgästen komfortable Fahrzeuge zu bieten“, betont Steurer. So werden im Laufe des Jahres 2020 noch weitere sechs Busse mit Euro 6 Hybrid-Antrieb zur Flotte der infra hinzukommen – ebenfalls gefördert vom Förderprogramm des Bayerischen Verkehrsministeriums.

05.02.2020 Mee(h)r Raum für Wohlfühlerlebnisse

Spatenstich zur Erweiterung der Saunalandschaft im Fürthermare – insgesamt rund vier Millionen Euro investiert die infra als Eigentümerin.

Ist das Thermalbad das technische Herzstück des Fürthermare, so ist die Saunalandschaft das finanzielle. Die kontinuierlich steigenden Besucherzahlen - derzeit sind es über 100 000 pro Jahr – sorgen für die nötigen Gewinne, die den Bäderaltbestand in Fürth sichern. Ohne den erfolgreichen Saunabetrieb wäre der Unterhalt der beiden Hallenbäder in Stadeln und am Scherbsgraben sowie das Sommerbad ungleich schwieriger.

Zur Eröffnung 2007 wurden mit dem Konzept eines ausgeprägten Lounge-Charakters Maßstäbe gesetzt. Ganz im bisherigen mallorquinischen Bau- und Ausstattungsstil stellt die infra nun die Weichen für noch mehr Wohlfühlerlebnisse. Innerhalb von fünf bis acht Jahren – je nach Auslastung – soll die Investitionssumme von vier Millionen Euro mit Gewinn zurückfließen. Der erste Bauabschnitt mit der Erneuerung des Dampfbades im Innenbereich und dem Bau des 324 Quadratmeter großen Sonnendecks zum Wiesengrund hin wurde bereits 2019 abgeschlossen. Die alte Außensauna ist nun in den letzten zwei Wochen dem Abrissbagger zum Opfer gefallen.

Mit dem heutigen Spatenstich läuteten Oberbürgermeister Dr. Thomas Jung, infra-Geschäftsführer Marcus Steurer und die beiden Hausherren des Fürthermare Daniela und Horst Kiesel, offiziell den zweiten Bauabschnitt ein. Die schwierigen Bodenverhältnisse am „Scherbsgraben“- eine verfüllte Schuttdeponie aus der Nachkriegszeit - fordern allerdings eine sogenannte Bohrpfahlgründung. Weiterhin will man nach Steurers Worten massiv und energetisch sinnvoll bauen, damit die „Lebensdauer“ der eines Mehrfamilienhauses ähnelt – trotz Dauerbetrieb, denn “auch das ist unser Verständnis von nachhaltig“.
Im Dezember 2020 soll die neue, etwa 100 Personen fassende Eventsauna in Betrieb gehen. Wichtige Bausteine sind eine typisch spanische "Plaza", offenes Feuer und mediale Begleitung der Saunaaufgüsse. Ein begrünter Bademantelgang wird die Verbindung ins Fürthermare schaffen. Für Frühjahr 2021 ist geplant, die neuen Ruhehäuser und die Außenanlagen fertigzustellen.
Im Obergeschoss des Bestandsgebäudes sollen zudem adäquate Räume für Massagen und Wellnessanwendungen entstehen.

Eine besondere Herausforderung ist, parallel den Saunabetrieb mit Außengastronomie und zwei Außensaunen in Betrieb zu halten, damit die Gäste weiterhin ihren Aufenthalt genießen können, denn die Baustelle ist ja nur einen Handtuchwurf entfernt. Doch Vitaplan-Geschäftsführer Horst Kiesel sieht das ganze positiv: „Für alle, die den Baufortschritt hautnah miterleben, steigt die Vorfreude umso mehr“, ist er sich sicher. Die Fürther Bäderlandschaft mit dem Fürthermare ist ein Stück Lebensfreude für Fürth. Insofern ist es nur konsequent, in das Zugpferd Saunalandschaft zu investieren, fasst Oberbürgermeister und infra-Aufsichtsratsvorsitzender Dr. Thomas Jung das Engagement der infra zusammen.

19.12.2019 Weihnachtsspenden der infra

Fünf symbolische Schecks überreicht. Sonderaktion der Auszubildenden.

Im Rahmen der alljährlichen Weihnachtsspendenaktion der infra wurden in diesem Jahr vier Fürther Einrichtungen mit der Zusage über Geldspenden von insgesamt 8.000 Euro überrascht. Über einen symbolischen Scheck aus den Händen des Fürther Oberbürgermeisters und infra-Aufsichtsratsvorsitzenden Dr. Thomas Jung und des infra-Geschäftsführers Marcus Steurer in Höhe von jeweils 2.000 Euro durften sich so heute die Verantwortlichen der Christel Beslmeisl-Stiftung, des Freiwilligen-Zentrum Fürth mit dem Repair Cafè, der Kinderarche mit der Offenen Fahrradwerkstatt und der Trägerverein der Musikschule Fürth für eine schulische Kooperation mit der Jakob-Wassermann-Förderschule, freuen.

Zusätzlich gab es eine besondere Überraschung für den Verein Freunde und Förderer der Kinderklinik Fürth e. V.: Sieben Azubis der infra haben mit einer Plätzchenbackaktion Spenden in Höhe von insgesamt 1.270 Euro gesammelt, die ebenfalls heute übergeben wurden. Eigenhändig verwandelten die Azubis 50 Kilogramm Teig in der infraeigenen-Kantine in knuspriges Weihnachtsgebäck. Anschließend verkauften sie über 300 Tütchen dann gegen eine freiwillige Spende an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Verwendung findet das Geld in der Ferienbetreuung der Kinderklinik, denn manche Patienten müssen mehrere Monate in der Klinik bleiben – während der Schulzeit findet dann ganz normaler Unterricht statt. Damit in den Ferien aber keine Langeweile aufkommt, übernimmt der Förderverein die Kosten für die Feriengestaltung, wie zum Beispiel Kino- oder Museumsbesuche, Minigolfspielen oder Kunstworkshops.

Nach den Worten des infra-Geschäftsführers ist es für die infra eine Herzensangelegenheit vor Ort zu helfen. „Wir sind in jeder Beziehung für unsere Stadt am Werk", unterstreicht er den Leitgedanken der infra. Dazu gehört natürlich eine funktionierende Versorgung Fürths, inklusive öffentlicher Personennahverkehr und Bäderlandschaft, aber auch das Engagement für gemeinnützige Zwecke. Deshalb freuen uns diese außerordentlichen Weihnachtsspenden auch sehr, so Steurer weiter.

Mit dem Geld werden die unterschiedlichsten Projekte finanziert:
Die Christel Beslmeisl-Stiftung wird das Geld in der Begegnungsstätte im betreuten Wohnen in der Ritterstraße 5 verwenden. Für viele Kinder und Jugendliche der Fürther Innenstadt ist sie nicht mehr wegzudenken: Die Offene Fahrradwerkstatt der Kinderarche. Vollständig über Spenden finanziert, fungiert das Projekt als Treffpunkt. Zur Aufrechterhaltung des umweltfreundlichen Angebots sind die Verantwortlichen auf finanzielle Unterstützung angewiesen. Für das Repair Café steht der Nachhaltigkeitsgedanke im Vordergrund: Reparieren statt wegwerfen. Für die Anschaffung eines weiteren Prüfgerätes (E-Checker) und einer Nähmaschine für die Nähstation hilft die infra gerne. Außerdem gibt es immer wieder Schulungsbedarf für die Freiwilligen zu bestimmten Reparatur-Themen. Beim Trägerverein der Musikschule fließt das Geld in eine Kooperation mit der Jakob-Wassermann-Förderschule.

09.12.2019 Erste Schnellladesäule in Fürth in Betrieb genommen

Kooperation zwischen dem Volkswagen Zentrum Pillenstein und der infra ermöglicht schnelleres Laden von E-Fahrzeugen.

Laden während einer Kaffeepause: Ab sofort können Fahrer von Elektroautos ihr Fahrzeug an der ersten Schnelladesäule Fürths in der Nürnberger Straße im Turbogang wieder voll „tanken". Mit der unmittelbaren Nähe zur A 73 soll sie ein gut frequentierter Anlaufpunkt werden, hoffen die Verantwortlichen des Autohaus Pillenstein und der infra. Die neue Schnellladeoption ermöglicht einer von insgesamt drei Ladepunkten, womit ein Aufladen von Elektroautos mit einer Ladeleistung von bis zu 50 Kilowatt Gleichstrom möglich ist. Je nach Fahrzeugtyp dauert es so durchschnittlich nur 20 Minuten, bis der Akku eines Elektroautos zu 80 Prozent aufgeladen ist. Für Ladeleistungen bis 22 Kilowatt stehen zusätzlich noch zwei weitere Ladepunkte zur Verfügung.

Möglich wurde der neue, öffentlich zugängliche Standort durch eine Kooperation des Autohauses und des Energiedienstleisters: Pillenstein stellte den Grund und Boden für den Standort der Ladesäule zur Verfügung und arbeitete eng mit der infra bei der Instandsetzung der Parkfläche, der Anschlussarbeiten sowie der Errichtung der Säule zusammen. Der laufende Betrieb wird analog der anderen öffentlichen Ladepunkten im Ladeverbund+ von der infra durchgeführt.

Es war für beide Partner selbstverständlich, die Säule im Ladeverbund+ zu integrieren. Denn sowohl infra-Chef Marcus Steurer als auch Geschäftsführer Leopold Pillenstein und Bernhard Firlus, Prokurist und Serviceleiter, vom Autohaus Pillenstein sind der Meinung, dass nur umfassende und flächendeckende Ladeoptionen gewährleistet, dass sich mehr Bürger dazu ermutigt fühlen, ein Elektrofahrzeug anzuschaffen.

Steurer sieht eine „emissionsfreie Mobilität als wichtigen Bestandteil, um die Feinstaub- und Stickoxidbelastung in den Städten zu senken". Insofern freut ihn, dass dieses richtungsweisende Projekt zum Aufladen von Elektrofahrzeugen - wie alle Fürther Ladesäulen der infra - mit Ökostrom realisiert wird. „Für uns als Mobilitätsanbieter ist es sehr wichtig, dass wir auf alle Veränderungen vorbereitet sind und eine Antwort haben. Hierzu gehört ganz klar auch das Schaffen von Infrastrukturen an unserem Standort", ergänzt Leopold Pillenstein.

Derzeit prüft die infra weitere Standorte in Fürth für die Errichtung von Schnellladesäulen.

Der Ladeverbund+ ist eine Kooperation von derzeit rund 60 Stadt- und Gemeindewerken in Bayern, Baden-Württemberg, Hessen und Rheinland-Pfalz. Die Mitglieder wollen die Elektromobilität fördern und haben das Ziel, eine möglichst einheitliche und flächendeckende Ladeinfrastruktur für Elektroautos aufzubauen. „Mit über 500 Ladesäulen verfügen wir dank des Engagements unserer Mitglieder bereits über eine flächendeckendes Netz in der Metropolregion Nürnberg", erklärt Markus Rützel, Geschäftsführer der solid GmbH und Koordinator des Ladeverbund+.

Alle Ladestationen im Ladeverbund+ sind mit einem einheitlichen Zugangssystem ausgestattet. Der Zugang erfolgt unter anderem über das Mobiltelefon. Eine Übersicht über alle Mitglieder, Ladestationen und weitere Informationen zum Zugangssystem sind unter www.ladeverbundplus.de zu finden.

Auf dem Foto von links nach rechts: Markus Rützel, Geschäftsführer der solid GmbH und Koordinator des Ladeverbund+, Martin Grimmeisen, Prokurist bei der infra, Bernhard Firlus, Prokurist und Serviceleiter vom Autohaus Pillenstein, infra-Chef Marcus Steurer und Leopold Pillenstein, Geschäftsführer vom Autohaus Pillenstein.

03.12.2019 Fürther Stadtverkehr ist eigenständig unterwegs: infra übernimmt den Busbetrieb vollständig

EU-rechtliche Wettbewerbs- und Vergabevorschriften machten eine komplette Neuordnung notwendig

Das war heute ein besonderer Betriebsbeginn für den Fürther Stadtverkehr: Gegen 1:30 Uhr übernahm die Verkehrssparte der infra den Busbetrieb von der Verkehrsaktiengesellschaft Nürnberg (VAG). Grund dafür ist die EU-Verordnung 1370/2007. Sie schreibt vor, dass städtische Verkehrsunternehmen nur noch im eigenen Stadtgebiet agieren dürfen, andernfalls müsste eine europaweite Ausschreibung erfolgen. „Und genau deshalb darf die VAG seit heute keine wesentlichen Verkehrsdienstleistungen mehr für den Fürther Busverkehr übernehmen“, erklärt infra-Geschäftsführer Marcus Steurer die neue Situation. Rund 18 Monate Zeit hatte man, um sich neu aufzustellen. „Auf den Kopf stellen“ trifft die Sache nach Steurers Worten eher. Die infra musste ihren Stadtverkehr – mit Ausnahme der U-Bahn - in Eigenregie vollkommen neu aufbauen. Die Konsequenz: Genügten bislang sieben infra-Mitarbeiter*Innen im Bereich Stadtverkehr, so geht die infra heute insgesamt mit rund 230 Personen an den Start. Allein der Fahrdienst besteht aus rund 200 Kolleginnen und Kollegen. Hinzu kamen beispielsweise der Aufbau einer eigenen Leitstelle, die Anschaffung und Installation neuer IT-Systeme, neue Bordrechner in den Bussen für den Fahrscheinverkauf und neue Technik für alle Vorverkaufsstellen und das Kundencenter am Hauptbahnhof.

Wichtig für Oberbürgermeister Dr. Thomas Jung ist, dass sich für die Fahrgäste nichts ändert: Alle Fahrkarten gelten weiterhin – da Fürth nach wie vor Mitglied im Verkehrsverbund Großraum Nürnberg (VGN) ist, ändert sich auch nichts am Fahrkartensortiment und den Preisen. Die VAG-Linien fahren weiter von Nürnberg nach Fürth und die infra-Linie 33 zum Nürnberger Flughafen ebenfalls. Alle Verantwortlichen sehen in dieser Riesenaufgabe in Zukunft auch Riesenchancen, denn die infra hat mit der neuen Unabhängigkeit auch viel mehr Spielraum, um auf die speziellen Fürther Verhältnisse und Anforderungen einzugehen. Das geplante neue Kundenzentrum am Hauptbahnhof oder die gezielte Verknüpfung des ÖPNV mit weiteren Mobilitätsangeboten sind erste Bausteine.

Auf dem Foto von re nach li: Oberbürgermeister Dr. Thomas Jung, infra Geschäftsführer Marcus Steurer

02.12.2019 Erstmals bleiben die Preise für den Stadtverkehr stabil

Die automatische Preisanpassung beim Stadtverkehr zum Jahresende fällt dieses Mal aus.

Bislang war es immer so: Zum Jahresende wurden die Fahrpreise den gestiegenen Kosten im Stadtverkehr automatisch angeglichen. Rein wirtschaftlich gesehen, müsste es auch in diesem Jahr so sein. Doch hat sich etwas geändert: Die Preise für Fahrkarten werden für 2020 im gesamten Gebiet des Verkehrsverbunds (VGN) stabil gehalten. Bus- und Bahnfahren kostet 2020 also genauso viel wie 2019.

Fürth stellt dafür 2,8 Millionen Euro bereit – verteilt auf fünf Jahre. Der Betrag soll zum einen die Einnahmeverluste ausgleichen, zum anderen das Innovationspaket mitentwickeln, das zwischen den regionalen Verkehrsbetrieben, den Städten und Landkreisen im VGN und dem Freistaat Bayern abgestimmt wurde. Es hat zum Ziel, die Attraktivität des Nahverkehrs massiv zu steigern. Indem der Freistaat 50 Prozent der Kosten übernimmt und die Kommunen damit erheblich entlastet, macht er die verkündete Preisstabilität und das Innovationspaket erst möglich.

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