Da Erdgas ein Naturprodukt ist, dessen Energieinhalt gewissen Schwankungen unterliegt, erfolgt die Abrechnung des Gasverbrauches nicht über das am Zähler gemessene Volumen in Kubikmeter (m³) sondern über die im Erdgas enthaltene thermische Energie in Kilowattstunden (kWh). Die Umrechnung des Volumens in thermische Energie erfolgt gemäß Arbeitsblatt G 685 "Gasabrechnung" der Deutschen Vereinigung des Gas- und Wasserfaches e.V. (DVGW).
Aus den amtlich beglaubigten Zählern werden die Zählerstände abgelesen und aus der Differenz zwischen dem Start- und dem Endzähler der Verbrauch als Betriebsvolumen (Vb) in m³ ermittelt. Zur Berechnung der thermischen Energie (E) in kWh erfolgt die Multiplikation des Gasverbrauches (Vb) in m³ mit der Zustandszahl (z) und dem Abrechnungsbrennwert (Hs,eff) in kWh/m³.
Die Formel dafür lautet: E = Vb x z x Hs,eff
Hierbei errechnet sich die Zustandszahl z wie folgt:
pamb = 1016 - (0,12 x H/m) mbar
eingesetzt in p = pamb + peff
Damit ergibt sich
Für die Ermittlung der zugeordneten Höhe in m ist das Versorgungsgebiet der infra in drei Höhenzonen unterteilt. Für die jeweiligen Höhenzonen wird die mittlere Höhe entsprechend des Lastschwerpunktes ermittelt. Die Einteilung im Versorgungsgebiet ergibt sich wie folgt:
| Zone 1 | 300 m | Stadtgebiet Fürth mit allen Ortsteilen |
|---|---|---|
| Zone 2 | 330 m | Egersdorf Langenzenn Obermichelbach Rothenberg Schwadermühle Seukendorf Siegelsdorf Veitsbronn Wachendorf Wilhermsdorf |
| Zone 3 | 360 m | Cadolzburg |
Durch die oben genannten Zusammenhänge errechnen sich für die Zustandszahl z für die drei Höhenzonen
Der Abrechnungsbrennwert Hs,eff beschreibt den Energiegehalt des Erdgases in Kilowattstunden, der in einem Kubikmeter Erdgas enthalten ist. Dieser Brennwert wird kontinuierlich mit geeichten Messgeräten an repräsentativen Stellen ermittelt.
In das Netz der infra fürth gmbh wird derzeit an zwei Stellen Erdgas eingespeist, das vom vorgelagerten Netzbetreiber mit jeweils unterschiedlichen Brennwerten und in unterschiedlichen Mengen bezogen wird. Der monatliche Einspeisebrennwert für die beiden Einspeisestellen wird der infra vom vorgelagerten Netzbetreiber mitgeteilt. Aus diesen Einspeisebrennwerten sowie den zugehörigen eingespeisten Mengen wird nach den Vorgaben des Arbeitsblattes G 685 mengengewichtet der monatliche Abrechnungsbrennwert ermittelt. Die jeweils errechneten Abrechnungsbrennwerte werden mit den bezogenen Mengen auf der Internetseite des Netzbetreibers der infra fürth gmbh veröffentlicht.
Aus diesen Werten werden dann die für die jeweiligen Abrechnungsperioden zum Tragen kommenden Abrechnungsbrennwerte errechnet. Der ermittelte Abrechnungsbrennwert ist auf der Abrechnung ausgedruckt.
Aus den jetzt vorliegenden Werten lässt sich die Umrechnung des gemessenen Verbrauches in thermische Energie durchführen.

Gasnetz
Thermische Gasabrechnung