Wassergewinnung im Rednitztal
Die 100 Jahre alten Wassergewinnungsanlagen im Rednitztal, die zwar im Laufe der Zeit immer wieder erweitert wurden, entsprachen Ende der 70er Jahre nicht mehr den technischen Anforderungen.
Am 3.10.1979 beschloss der Stadtrat den Neubau der Wassergewinnungsanlagen im Rednitztal. Insbesondere aus Gründen der Versorgungssicherheit werden die ergiebigen stadtnahen Rednitzfassungen weiterhin genutzt, gesichert und optimal ausgebaut.
Der Umbau wurde stufenweise innerhalb eines Zeitraumes von 10 Jahren durch folgende Maßnahmen vorgenommen:
Die vorhandenen 50 Heberbrunnen wurden in der Fassung I durch 20 neue Brunnen an geohydrologisch günstigen Stellen ersetzt und mit Unterwassermotorpumpen ausgerüstet.
Im gesamten Fassungsgebiet wurden neue Sammelleitungen als Brunnendruckleitungen verlegt.
Eine Aufbereitungsanlage mit zwei Reinwasserbehältern und ein neues Pumpwerk, außerhalb des Fassungsbereiches, wurden erstellt.
Folgende Aufbereitungsstufen sind vorhanden:
Das Pumpwerk und die Aufbereitungsanlage sind für eine Förderung von 2.200 m³/h ausgelegt und wurden 1989 in Betrieb genommen.Folgende Aufbereitungsstufen sind vorhanden:
Belüftungsanlage zur Sauerstoffanreicherung und Entfernung von kalkaggressiver Kohlensäure.
Ozonanlage zur Geruchs- und Geschmacksverbesserung durch Oxidation der organischen Inhaltsstoffe.
Flockungsanlage, um die Wirkung der Filteration zu verbessern.
Filteranlage als offene Zweischicht-Schnellfilteranlage zur Elimination von Schwebstoffen (Eisensalztrübung, Mangan, organische Substanzen).
Entkeimungsanlage mit Chlordioxid für die Behandlung des aufbereiteten Trinkwassers.
Die Stadt Fürth hat bisher durch die kostengünstige Wassergewinnung im Rednitztal und die Beileitung aus Allersberg ihrer Bevölkerung einen günstigen Wasserpreis bieten können; deshalb ist das Wasser "vor der Haustüre" weiterhin zu nutzen und zu schützen.

Trinkwasserversorgung in Fürth
Wassergewinnung im Rednitztal