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Heute haben Oberbürgermeister Dr. Thomas Jung und infra-Geschäftsführer Dr. Hans Partheimüller symbolisch die letzte von rund 8.600 energetisch veralteten Straßenleuchten außer Betrieb genommen und durch eine moderne, hocheffiziente Natriumdampfhochdruckleuchte ersetzt. „Mit rund 10.800 Lichtpunkten sorgen wir im Auftrag der Stadt Fürth für eine gute Ausleuchtung der Straßen und Wege und damit für Sicherheit und Komfort für die Fürther Bevölkerung. Die neuen Leuchten verbrauchen weniger Energie, geben aber mehr Licht ab“, erklärte Partheimüller. So liegt die Nennleistung der kleinsten Standardstraßenleuchte heute bei etwa 50 Watt.
Die Quecksilberdampflampe wurde Ende des 19. Jahrhunderts erfunden. Weiterentwickelte Modelle werden nach wie vor in sehr vielen Städten in der Straßenbeleuchtung eingesetzt. In Fürth entschied man sich schon 2006 zur vollständigen Modernisierung des Leuchtennetzes.
Nach der Umrüstung liegt die Stromeinsparung gegenüber dem Verbrauch aus dem Jahr 2005 bei etwa 1.230.000 Kilowattstunden oder anders ausgedrückt: Die Stadt Fürth wird zukünftig pro Jahr etwa 250.000 Euro an Stromkosten einsparen. Das freut den Rathauschef. Dr. Thomas Jung sieht eine hochwertige Straßenbeleuchtung als große Herausforderung für die Städte. „Licht ist Leben, Wohlbefinden und Sicherheit. Doch Licht kostet Geld.“ Dennoch ist sich Jung sicher, dass sich die Investitionssumme von fast 1,5 Millionen Euro auszahlen wird, denn neben dem finanziellen Aspekt entlastet der Verzicht auf Quecksilberdampf- und Langfeldleuchten auch die Umwelt - in Fürth nun um jährlich über 600 Tonnen Kohlendioxid durch systematische Wartung und Erneuerung durch moderne Leuchtkörper. Darüber hinaus erhöhen sich die Wartungszyklen der neuen Leuchten von zwei auf vier, im Idealfall sogar auf fünf Jahre.
Erkennen lässt sich die Umrüstung am markanten orangefarbenen Licht.
Neben dem Austausch der alten Quecksilberdampf- und Langfeldleuchten hat die infra bereits in der Fürther Flugplatzstraße sowie im Baugebiet Rosenhölzlein in Atzenhof Testanlagen mit LED-Leuchten installiert - in erster Linie, um Erfahrungen und Erkenntnisse für eine künftige Anwendung dieser neuartigen Beleuchtungstechnik im Alltag zu erhalten. Nach Auskunft von Partheimüller ist die LED-Technik bei Neuerstellungen in der Straßenbeleuchtung heute fast schon Stand der Technik, angesichts der Situation in Fürth wäre 2006, zu Beginn des Projektes, ein Abwarten der Marktreife der neuen Technologie jedoch nicht sinnvoll gewesen. Das liegt einerseits daran, dass die LED-Technik vor sieben Jahren noch nicht einsetzbar war, ohne die Lichtpunktabstände, also die Masten, zu verändern. Andererseits wollte man die Einsparpotenziale so schnell wie möglich realisieren.
Nach Angaben der infra übernimmt Fürth mit der Umrüstung aller Straßenlaternen eine Vorreiterrolle. Nur wenige deutsche Städte können von sich behaupten, keine einzige veraltete Leuchte mehr im Netz zu haben.

Austausch der letzen Fürther Natriumdampfleuchte