Presseinformation:












































































































































































 
 
Details:

Für knapp 400.000 Euro erweiterte die infra das Heizkraftwerk an der Fronmüllerstraße 65 um ein Blockheizkraftwerk (BHKW). Bereits 2006 setzten die Energieprofis aus Fürth mit einem ersten BHKW auf den besonders effizienten Prozess der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK). Jetzt kam nach vier Monaten Bauzeit ein weiteres hinzu. Nach den Worten von infra-Chef Dr. Hans Partheimüller lässt sich damit die eingesetzte Primärenergie hervorragend ausnutzen, denn bei der herkömmlichen Stromerzeugung in Großkraftwerken gehen knapp zwei Drittel der eingesetzten Primärenergie in Form von Abwärme ungenutzt verloren. KWK-Anlagen hingegen erfüllen die Forderung nach einer ökologisch und ökonomisch sinnvollen Technologie. So liegt die Primärenergienutzung hier zwischen 85 und 90 Prozent gegenüber circa 40 Prozent bei zentralen Kraftwerken. Das neue BHKW-Modul liefert für rund 800 Fürther Haushalte Strom und sorgt mit einer Gesamtwärmeabgabe von rund 2,5 Millionen Kilowattstunden (kWh) bei gut 170 Familien für warme Wohnungen und Häuser.
Das Heizkraftwerk Fronmüllerstraße 65 ist das größte der vier infra-Heizwerke. Es versorgt das gesamte Gebiet der ehemaligen William-O’Darby-Kaserne, der Kalbsiedlung sowie in der Nähe gelegene Gewerbeflächen und das infra-Gelände in der Leyher Straße mit umweltschonender Fernwärme. Von der neuen Anlage profitiert zudem auch die Umwelt: Nach Berechnungen der infra-Techniker spart das neue BHKW alleine jährlich gut 2.200 Tonnen klimaschädlicher Kohlendioxid-Emissionen ein. Die beiden hocheffizienten Motoren werden zudem mit Bio-Erdgas aus dem infra-eigenen Bio-Energie-Zentrum in Cadolzburg betrieben. Dies ermöglicht insgesamt eine zu 100 Prozent regenerative Stromerzeugung von 18 Millionen kWh für etwa 5.200 Haushalte pro Jahr. Gleichzeitig werden etwa 18 Millionen kWh „grüne“ Fernwärme produziert. Die jährliche Kohlendioxideinsparung liegt zusammen bei 16.500 Tonnen. Im Zuge der Umbaumaßnahme wurde auf das Dach des Heizkraftwerkes Fronmüllerstraße übrigens eine Fotovoltaikanlage mit 34 KWpeak montiert, die bereits seit Juni letzten Jahres in Betrieb ist.
Die heutige Vorstellung des BHKW-Motors in der Fronmüllerstraße steht auch stellvertretend für die Umbaumaßnahme der infra im Heizkraftwerk „Auf der Schwand“. Mit einer Investitionssumme von rund 600.000 Euro wurde auch hier ein baugleiches, weiteres Aggregat installiert. Nach Partheimüllers Worten wird so erreicht, dass die Wärmeerzeugung - und damit auch die an die Kunden gelieferte Wärme - für das Fernwärmegebiet im Stadtteil „Eigenes Heim“ umwelttechnisch optimiert wird. Mehr als ein Drittel des Gesamtbedarfes entsteht seinen Angaben nach mit gekoppelter Strom- und Wärmeerzeugung unter Einsatz von Bio-Erdgas. Hinzu kommt eine Strommenge von über zwei Millionen kWh. Zusätzlich wurde eine begehbare Wartungsbühne eingebaut, die Kaminanlage und die Trafoanlage erneuert.

BHKW Anlage