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Für rund 1,2 Millionen Euro erweiterte die infra das infra-Heizwerk in der Vacher Straße um einen Biomassekessel. Die Energieexperten können damit den Primärenergiefaktor der erzeugten Wärme von 1,02 auf 0,64 verbessern. Dieser Faktor gibt das Verhältnis von eingesetzter Primärenergie zu abgegebener Endenergie wieder, erklärt infra-Geschäftsführer Dr. Hans Partheimüller. Je umweltschonender die eingesetzte Energieform und ihre Umwandlung, desto niedriger der Primärenergiefaktor. Und dies kann für Bauherren besonders interessant sein. Denn wer ein neues Haus baut, muss einen Teil der benötigten Wärme über erneuerbare Energiequellen oder anerkannte Ersatzmaßnahmen decken. So will es der Gesetzgeber. Auch die mit Hilfe der neuen Hackschnitzelkesselanlage erzeugte „grüne“ Fernwärme, mit der zukünftig die rund 320 Kunden im Golf-Park-Areal versorgt werden, zählt dazu. „Wer also hier neu baut, kann sich diesbezüglich entspannt zurücklehnen“, freut sich der infra-Chef.
Von der neuen Anlage profitiert zudem auch die Umwelt: Nach Berechnungen der Energieprofis spart die innovative Technik jährlich knapp 500 Tonnen klimaschädlicher Kohlendioxid-Emissionen ein.
Das hocheffiziente und umweltfreundliche System besteht aus jeweils einem Biomassekessel, Verbrennungsluft-Vorerwärmer, Zyklonfilter, Elektrofilter sowie einem 50.000-Liter Pufferspeicher. Zusätzlich wurde im Außenbereich ein Brennstoffbunker, der die Bevorratung von naturbelassenen Hackschnitzeln für etwa eine Woche sichert, gebaut. Pro Stunde werden rund 700 Kilogramm Material über eine hydraulische Schubvorrichtung in die Anlage eingebracht. Bei der Beschaffung des Brennstoffes setzt die infra auf Lieferanten vor Ort.
Im Zuge der Umbaumaßnahme wurde auf das Dach des Heizwerkes Vacher Straße übrigens eine Fotovoltaikanlage montiert, die bereits seit Juni letzten Jahres in Betrieb ist.
Weiterhin wird die infra bis Ende des Jahres auf dem Gelände des Heizwerkes eine Deponiegasfackel mit Wärmetauscher errichten. Dies soll sicherstellen, dass weiterhin das Deponiegas aus dem nahe gelegenen Solarberg trotz seiner sinkenden Qualität für mindestens weitere zehn Jahre zur Wärmegewinnung genutzt werden kann. Beide Maßnahmen zusammen liefern dann für knapp 300 Haushalte „grüne“ Fernwärme.
Partheimüller ist überzeugt, dass das eigentliche Ziel, der Umbau der Energieversorgung, nur durch das Zusammenspiel und dem Nutzen aller effizienten Möglichkeiten zur Energiegewinnung erreicht werden kann.

Hackschnitzel Anlage