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Details:

Mit der Integration eines neuen Mikrogasturbinen-Blockheizkraftwerks (BHKW) in die Heizzentrale des Fürthermare geht die infra weiter Richtung Kraft-Wärme-Kopplung. Erstmalig in Fürth eingesetzt, ergänzt die neue Technik das bereits bestehende Gasmotor-BHKW. Rund 180.000 Euro hat die infra, die die gesamte Technik in der Fürther Bäderlandschaft am Scherbsgraben von Anfang an verantwortet, investiert. Zukünftig wird mit den beiden BHKWs die gesamte Wärmegrundlast des Fürthermare und des Hallenbades mit dem besonders effizienten Prozess der Kraft-Wärme-Kopplung abgedeckt. Das lohnt sich auch für die Umwelt: Nach Berechnungen der Energieprofis spart die innovative Technik jährlich knapp 200 Tonnen klimaschädlicher Kohlendioxid-Emissionen ein. „Neben dem Umweltaspekt ist es auch erklärtes Ziel der infra, solche innovativen Technologien zu unterstützen und an deren Weiterentwicklung mitzuwirken. Denn nur so ist das eigentliche Ziel, die Energiewende mit effizienten Möglichkeiten zur Energiegewinnung voranzutreiben, zu erreichen,“ begründet Geschäftsführer Dr. Hans Partheimüller den Schritt der infra.
Von außen eher unscheinbar und an einen überdimensionalen Kühlschrank erinnernd, steckt die Raffinesse des Mikrogasturbinen-BHKW im Innenleben: Grundsätzlich entspricht das Prinzip dem eines Kolbenmotors. Luft wird angesaugt, verdichtet, mit dem Kraftstoff gemischt und gezündet; Energie in Form von Wärme und mechanischer Arbeit wird zum Antrieb des Generators frei. Bei einem Kolbenmotor funktioniert dies in aufeinanderfolgenden Takten, die Gasturbine führt diese Schritte kontinuierlich und gleichzeitig aus.
Die Vorteile gegenüber herkömmlichen Gasmotor-BHKWs liegen in erster Linie in den geringeren Schadstoffemissionen, dem niedrigeren Geräuschpegel und der Effizienz bei der Energieausbeute.
Die mit der neuen Gasturbine erzeugte Wärme sowie der erzeugte Strom werden direkt in den Bädern verbraucht, zum Beispiel in der Sauna oder für die gesamte Beleuchtung und die rund 30 Umwälzpumpen, die etwa im Strömungskanal oder im Sprudelbecken im Fürthermare für den Badespaß sorgen.
Einen Ausblick auf weitere Projekte liefert Oberbürgermeister und infra-Aufsichtsratsvorsitzender Dr. Thomas Jung: Noch in diesem Jahr wird zur weiteren Effizienzsteigerung der Wärmeproduktion zusätzlich eine Großwärmepumpe installiert. Diese könnte dann beispielsweise direkt mit dem umweltfreundlich erzeugten Strom aus der heute in Betrieb genommenen Gasturbine betrieben werden und zusätzlich weitere 1.800 Megawattstunden Wärme in die Bäderlandschaft liefern.

Die technischen Daten der neuen Gasturbine im Überblick:
Investitionskosten:180.000 Euro
Jahresvollbenutzungsstunden:6.500 Stunden
elektrische Leistung:65 kWel
jährliche Stromproduktion:422.500 Kilowattstunden
Stromproduktion für141 Haushalte/Jahr
thermische Leistung126 kWth
jährliche Wärmeproduktion819.000 Kilowattstunden
Wärmeproduktion für55 Haushalte/Jahr
CO2-Einsparung/Jahr194 Tonnen


Gasturbinen Start