Presseinformation:








































































































































































 
 
Details:

Ein gutes Jahr nach dem Spatenstich ging am 21. Dezember 2011 das Bio-Energie-Zentrum der infra in Betrieb. infra-Chef Dr. Hans Partheimüller zeigte sich stolz angesichts des Vorzeigeprojekts in Sachen erneuerbare Energien. Schon seit 2006 – also weit vor der Energiewende - hatten die Verantwortlichen die Vision vom Aufbau einer Eigenproduktion von Biogas, bevor im Herbst 2010 in Cadolzburg endlich mit dem Bau begonnen werden konnte.
Heute hat die japanische Atomkatastrophe die gesamte Energiebranche auf den Kopf gestellt: Die Politik verlangt einen kompletten Umbau der Energieerzeugung, der ohne Qualitätsverlust organisiert werden muss. Als Bindeglied zwischen Kunden und der wachsenden Anzahl dezentraler Einspeiser sind es gerade die kommunalen Energieunternehmen, wie die infra, die den Umbau des Energiesystems gestalten. Und genau hier liegt auch die Chance: Vor etwa fünf Jahren war ein Stadtwerk mittlerer Größe auf die Rolle des Verteilnetzbetreibers reduziert. Die Energie-Erzeugung war nicht Teil der Wertschöpfungskette. Jetzt geht es jedoch darum, "heimische, grüne" Energie zu erzeugen. Rund 80 Prozent des Stroms sollen bis 2050 aus erneuerbaren Energien kommen. Umso wichtiger ist es, die dezentrale Energieerzeugung so schnell als möglich auszubauen. Insofern hat die infra schon 2010 die Weichen richtig gestellt. Rund 20 Millionen Euro investiert sie vor Ort, um Bio-Erdgas aus der Region für die Region zu erzeugen. Dieses wird vornehmlich in den Heizkraftwerken der infra zum Einsatz kommen. Die über den besonders effizienten Prozess der Kraft-Wärme-Kopplung erzeugte Strom- beziehungsweise Wärmemenge reicht aus, um etwa 6.300 Haushalte mit Strom und bis zu 2.000 Haushalte mit Fernwärme zu versorgen. Für insgesamt weitere 2,8 Millionen modernisierten die Fürther Energieexperten zusätzlich ihre Heizkraftwerke, um das hier in Cadolzburg produzierte Bio-Erdgas wirklich effektiv nutzen zu können.
Doch ohne das klare "Ja" von Herrn Bürgermeister Obst und die uneingeschränkte Zustimmung des Marktgemeinderats von Cadolzburg wäre dieses Projekt nicht realisierbar gewesen. Partheimüller dankte ihnen besonders. Auch die Zusammenarbeit mit Landrat Dießl und seinen Mitarbeitern erfolgte vor dem Hintergrund des Spannungsfeldes zwischen behördlichen Anforderungen, Bürgerinteressen und einem eng gesteckten Zeitrahmen sehr konstruktiv.
Übrigens ist die infra-Biogasanlage bundesweit die bisher erste und einzige in ihrer Größenordnung, die komplett von einem Stadtwerk gestemmt wird. Partheimüller dankte auch den Mitgliedern des infra-Aufsichtsrates und des Stadtrates in Fürth. Beide Gremien haben – unter Vorsitz des Fürther Oberbürgermeisters Dr. Jung - einstimmig votiert, trotz schwierigster Haushaltslage.
Zur Inbetriebnahme brachte der infra-Chef mit einem Teleskoplader in einen der beiden Annahmedosierer erstmals Maissilage ein. Der anschließende Knopfdruck durch Landrat Dießl, Bürgermeister Obst und Oberbürgermeister Dr. Thomas Jung setzte die Silageeinbringung in Gang. Damit wurde der Gärprozess in den Fermentern "angefüttert".

Der Startschuss