Gradtagszahl (GTZ)
Die Gradtagszahl (GTZ) ist eine heiztechnische Kenngröße und stellt den Zusammenhang zwischen der Außenlufttemperatur und der gewünschten Raumtemperatur dar. Die Gradtagszahl ist die Differenz zwischen der Raumtemperatur und der Tagesmitteltemperatur. Sie kann für verschiedene Zeiträume (mehrere Tage, Monate, Jahr) aufsummiert werden. Mit der Gradtagszahl können Energieverbrauch und Heizkostenabrechnung überprüft werden. Die Gradtagszahl ist eine statistische Größe, das kleinste Messintervall wird aus Tagesmittelwerten gebildet.

Die Gradtagszahlen werden benötigt, um den Gasverbrauch innerhalb einer Abrechnungszeitspanne aufzuteilen. Dies ist notwendig bei Tarif- bzw. Preisänderungen oder zur Bestimmung des Zählerstandes zum 31.12. eines Jahres.

Bezugswerte sind die Raumtemperatur und die Heizgrenze. Nach der deutschen VDI-Richtlinie 2067 wird die Heizgrenze bei 15°C angenommen und wird mit GTZ20/15 angegeben. Für die Außentemperatur legt man die vom Deutschen Wetterdienst ermittelten Werte zugrunde.

Die Gradtagszahl wird errechnet, sobald die Außentemperatur unter der Heizgrenztemperatur (15°C) liegt. Sie ist die Summe aus der Differenz einer angenommenen Rauminnentemperatur von 20°C und dem jeweiligen Tagesmittelwert der Außentemperatur.

Beispiel: Bei einer mittleren Tagestemperatur von 12°C beträgt die Gradtagszahl 8,0 (Raumtemperatur 20°C - Tagesmitteltemperatur 12°C)

Die Tagesmitteltemperatur wird gebildet, in dem stündlich die Außentemperatur gemessen wird. Die 24 gemessenen Stundenwerte werden aufsummiert und anschließend wird das arithmetische Mittel (Summe aus 24 Stundenwerten dividiert durch 24) gebildet. Die infra fürth gmbh ermittelt die Werte selbst und betreibt eine eigene Wettermessstation am Wasserwerk.

Einige Beispiele zur Tagesmitteltemperatur und Gradtagszahl:

Tagesmitteltemperatur Gradtagszahl
15,0°C
0,0
14,9°C
5,1
4,5°C
15,5
0,0°C
20,0
-8,2°C
28,2

Die Gradtagszahl eines Monats ist die Summe der einzelnen Gradtagszahlen über den Monat.